documenta13 - temporary home kassel

documenta13 - temporary home

Die interdisziplinäre Kulturinitiative temporary home beschäftigt sich mit Themen Heimat, Herkunft, Wohnort und dem Miteinander im Zuhause. "Melodie - die Kunst des Anderen" concepted and directd by Daniel Daoudi wurde nach Kassel eingeladen vom 17.07. - 21.07.2012.

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Erstmals im Jahr 2007 parallel zur documenta XII von jungen Exil-Kasselaner_innen durchgeführt, geht das Projekt 2012 nun unter dem Motto “home in crisis” in die zweite Runde. Mit diesem Titel und einer internationalen Herangehensweise stellt sich temporary home 2012 dem medial allgegenwärtigen Phänomen der Krise. Das Projekt will erfassen, wie Heimatkonstrukte durch erlebte und projizierte Krisenerfahrungen beeinflusst werden. Wann erfolgt durch Krisen ein Rückbezug auf traditionelle Konzepte? Wann bereiten Krisen den Boden für innovative Heimatdefinitionen? Wann führt die Krise zu Ausweichbewegungen, zur Migration an andere Orte, oder hinein in Utopien und hedonistische Lebensweisen? Und was bestimmt eigentlich die Bewertung einer Krise? Burnout in Baunatal oder Supergau in Fukushima – welche wiegt schwerer? Der Bogen wird bewusst ganz weit gespannt.

Idee: Melodie – die Kunst des Anderen

Menschen begegnen sich auf die unterschiedlichste Art und Weise. Es sind vielfältige, bunte und nicht immer vorhersehbare Momente der Begegnung, aus denen wir Kraft, Liebe, Harmonie und Inspiration schöpfen. Gleichzeitig können Begegnungen in uns genau das Gegenteil hervorrufen, uns irritieren, ablenken oder verunsichern. Warum ändert sich unsere Wahrnehmung in der Begegnung gegenüber uns selbst und den Anderen?
Das Konzept für temporary home 2012:

Krisen bzw. Veränderungen eines Systems bzw. Lebenszustand fängt in der Wahrnehmung der Veränderung statt und wie wir diese verstehen oder interpretieren. Mit „Melodie – die Kunst des Anderen“ können wir den Raum erweitern und uns in eine Illusion bewegen. Wände werden transparent und dahinter versteckt sich eine Geschichte. In urbanen Räumen leben wir nicht alleine bzw. mit einer sozialen Umgebung (z. B. Familie) zusammen. Wohnung an Wohnung .. Haus an Haus ... aber was versteckt sich hinter der Wand – über der Decke? Welche Geschichten erzählen uns die Mitmenschen um uns herum. Haben Sie überhaupt etwas von einer Krise wahrgenommen?

Die Inszenierung „Melodie – die Kunst des Anderen“ ist ein interdisziplinäres Kunstprojekt. Im Mittelpunkt des Kunstprojektes stehen mind. 2 Räume. Ein Raum wird als (live) Produktionsstätte und der zweite Raum zur Präsentation genutzt. Verbunden sind die zwei Räume durch zwei Kameras und Videoprojektionen. Weitere Interaktionen zwischen den Räumen finden ebenfalls statt. Die KünstlerInnen die gerade noch auf der Leinwand erschienen sind, tauchen in Mitten der Besucher wieder auf. Die Kunst begegnet dem Zuschauer unerwartet, aber auch gewollt und wir werden herausfinden welche die Melodie – die Kunst des Anderen ist!

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temporary home is a young, interdisciplinary arts and culture project which actively explores concepts of ‘home’ in its broader sense. Parallel to the upcoming documenta13, it poses the question in its 2012 edition, how do situations of crisis affect notions of home? During the six week project run, temporary home literally manifests as a real home for a collective of international creatives who will live and work together in a joint investigation, an occupancy we call the ‘lived-in installation’. After a public, two-week phase of shell construction, temporary home 2012 features a full month of diverse and non-for-profit cultural programming.

The sum of activities in temporary home 2012 – home in crisis are: art exhibition, performances, music, theatre display, movie nights, discussions, and not least, the creation of a temporary real space for social interaction and experimentation. These can be interpreted as a lived dialogue between the two poles of home and crisis, dealing with the following guiding questions: How do internally experienced and projected situations of crisis influence concepts of home? When do crises lead to reactionary attitudes of people returning to traditional values and cemented or defensive ideas of home? When do crises lead to conventions of home being deconstructed or neglected? How have crises given impetus to innovative approaches in society? And what is it that pushes some into escapist tendencies, which may range from physical migration to utopian or hedonistic constellations?

"Melodie - die Kunst des anderen" concepted and director by Daniel Daoudi was invited for the temporary home project 2012. Video and more pictures are in process!